Mehr Platz im Seniorenpflegehaus „Sonnenhang“

SPD besichtigt neuen Anbau in Mehren

Seit einem Jahr ist der neue Anbau im Seniorenpflegehaus in Mehren bewohnt. Michaela Giehl, Leiterin der Einrichtung, führte die Sozialdemokraten durch die Außenanlagen und das Haus. Bedingt durch die Hanglage waren gewaltige Erdbewegungen notwendig. “Aber jetzt sind wir auch mit dem Außengelände fast fertig“, freute sie sich.“ Wir werden wohl im Sommer die Einweihung feiern können.“

Im Haus verteilen sich die Bewohner auf drei Etagen. Alle wohnen in Einzelzimmern. „Wie viele neue Beschäftigte wurden eingestellt?“, wollte Manfred Maurer, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Flammersfeld wissen. Im Anbau kümmern sich 40-50 Mitarbeiter um die Bewohner. „Insgesamt haben wir 150 Mitarbeiter bei 141 Plätzen“, erläuterte Giehl. Eine große Rolle spielen dabei die Präsenzkräfte, die von 7 bis 21 Uhr im Haus sind und sowohl Betreuung als auch Hauswirtschaft abdecken.

Auf Nachfrage der Fraktionssprecherin im Stadtrat Daniela Hillmer-Spahr, ob in der Einrichtung ausgebildet wird, antwortete Giehl, dass bei ihnen Ausbildung großgeschrieben wird. „Zurzeit haben wir 7 Auszubildende in der Pflege, einen in Hauswirtschaft, einen in der Verwaltung und 2 BfDler“. Stolz berichtete sie, dass sie sich selbst versorgen: „Es wird täglich frisch gekocht.“ Monika Otterbach, stellvertretende Fraktionssprecherin im Verbandsgemeinderat Altenkirchen fragte, ob die Bewohner beim Kochen mithelfen können. Giehl lachte: „Können können sie schon, aber es hängt noch ein bisschen an der Umsetzung.“

Auch die Wäsche und die Medikamentierung wird im Haus geleistet. Seit zwei Jahren erfolgt die Dokumentation digitalisiert. Kreistagsmitglied Anka Seelbach sorgte sich, ob die zunehmende Dokumentationspflicht nicht zeitlich zu Lasten der Bewohner geht. Giehl sieht die Gefahr, dass die „Wichtigkeit“ der Bewohner verloren gehen kann. Die Entwicklung in der Pflege mache ihr Angst.

Landratskandidat Andreas Hundhausen interessierte sich für die ärztliche Versorgung im Haus. Giehl erklärte, dass die Versorgung durch die umliegenden Hausärzte geleistet würde. Aber auch diese Ärzte sind in einem Alter, dass abzusehen ist, wann sie aufhören zu praktizieren. „Es gibt eine riesige Nachfrage nach Pflegeplätzen. Auch wir haben eine Warteliste. Man braucht mehr Ärzte und Pflegepersonal. Man muss sich hier schnellstmöglich Gedanken machen“, betonte sie.

Auf Nachfrage des stellvertretenden Fraktionssprechers Horst Klein, was sie sich von der Politik wünsche, antwortete sie, dass eine Änderung des Personalschlüssels hilfreich sein könnte. Klein bedankte sich für die Führung durch das Haus und die Anregungen.