Natur pur – SPD besucht den Heinrichshof in Burglahr

Oberhalb der Wied und unterhalb der Burg Lahr liegt der Heinrichshof der Familie Reifenhäuser. Mit viel Liebe haben sie ihren Bauernhof zu einem Ferienparadies für Groß und Klein ausgebaut. Von Ende März bis Ende Oktober ist das gemütliche Gästehaus mit 8 Wohneinheiten und insgesamt 30 Betten fast immer ausgebucht.

Mitglieder der SPD aus Flammersfeld und Altenkirchen besuchten zusammen mit Heijo Höfer, MdL den Hof, um sich über die Lage der Landwirtschaft und des Tourismus im ländlichen Raum zu informieren.

Der Heinrichshof ist ein Familienbetrieb. Unterstützung bekommen die Reifenhäusers durch eine Hauswirtschafterin und zwei Absolventen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres. Auch Kinder aus dem Dorf helfen gerne mit. Der Bauernhof wird nach den Bioland-Richtlinien geführt. Zum Hof gehören neben den 10 Islandpferden, 6 Schweine, 20 Mutterkühe, 35 Milchkühe, Hühner und Hofhund Leika. „Wir versorgen uns fast autark“, berichtet stolz Iris Reifenhäuser, die auch für den Gemüsegarten zuständig ist. „Geschlachtet wird bei uns auf dem Hof. Unsere Tiere haben keinen Stress durch einen langen Transport.“ Einig war man sich, dass allgemein eine Umverteilung stattfinden müsse. „Weniger Fleisch, dafür mehr Bio-Qualität“, wünschte sich Manfred Maurer, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Flammersfeld.

Im Entstehen ist ein neues Standbein, Sohn Max Reifenhäuser betreibt seit 2015 Milchviehhaltung. Seine Kühe geben im Jahr etwa 170.000 Liter Milch, die bisher an die Molkerei abgegeben wird. In Zukunft möchte er daraus Käse herstellen. „Die Umbaumaßnahmen sind fast fertig, so dass wir hoffen, im nächsten Jahr mit der Käserei anfangen zu können“, zeigt Dieter Reifenhäuser seinen Gästen die Baustelle in der ehemaligen Fabrikhalle der Firma TREIF.

Er erzählt den Sozialdemokraten von dem Projekt „Grenzbachtal“, wo seit ca. 10 Jahren eine ökologisch wertvolle Bachau entsteht. Das Gebiet wird unter anderem von Heckrindern vom Heinrichshof beweidet. Man erhofft sich nicht nur seltene Pflanzen- und Tierarten zu schützen, sondern auch wieder anzusiedeln.

Angesprochen wurde auch das Problem, dass Biogasanlagen fast nur mit Mais betrieben werden. „Es gibt hier keine Förderung mehr“, stellt Heijo Höfer fest. Der verstärkte Maisanbau wird als Konkurrenz zum Nahrungsmittelanbau gesehen. Rainer Düngen, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Altenkirchen fasst zusammen: „Die Mischung macht´s. Man muss auf Vielfältigkeit setzen.“

Zur Stärkung des Tourismus in der Lahrer Herrlichkeit wünschten sich die Reifenhäusers mehr Wanderwege, sogenannte naturbelassene Traumpfade.